• Wer ist schuld am Amoklauf von Winnenden?

    Published 12. March 2009 at 11:38 am - 3 Comments

    So...

  • McColo offline – Spam Volume drops

    Published 13. November 2008 at 5:44 pm - No Comments

    After...

  • Mugabe, Zimbabwe, die Wahl, die Waffen und die “An Yue Jiang”

    Published 21. April 2008 at 11:08 pm - No Comments

    Seit meinem Besuch im August 2007 im westlichen Teil von Zimbabwe geht mir dieses Thema verständlicherweise viel näher als vorher. Nicht allein weil ich live miterleben konnte, wie das Land zu Grunde geht, sondern auch wegen der Anteilnahme, die unsere südafrikanischen Führer der Situation entgegenbrachten und wie sie uns dafür sensibilisierten (links unsere damalige Reiseroute mit Endstation in Zimbabwe). Damals schon wurde hoffnungsvoll auf die kommenden Wahlen geblickt, die nun am 29.3.2008 stattfanden und bei denen allgemein gehofft wurde, dass der 84-jährige Robert Mugabe nach 28-jähriger Amtszeit als Regierungsoberhaupt endlich abgelöst wird. Kein Zweifel besteht daran, dass er in seiner Amtszeit das Land mit diktatorischen und unmenschlichen Aktionen heruntergewirtschaftet hat – im Februar diesen Jahres hatte die Inflationsrate 100.000% überschritten. Die Touristenhochburg Zimbabwes liegt im westlichen Zipfel: Die mächtigen Victoria Falls sind nach wie vor ein beliebtes Reiseziel und sehr beeindruckend, doch auch im Touristädtchen mit dem gleichen Namen macht sich die Armut bemerkbar. An den Tankstellen gibt es keinen Sprit, Softdrinks werden in Kneipen als Spezialität des Tages gelistet (und das ist kein Scherz) und der allgemeine Trend eines jeden zimbabwischen Einwohners ist das Pilgern nach Victoria Falls, um sich dort wenigstens ein kleines Scheibchen vom Tourismus abschneiden zu können. Schlangen über hunderte Meter bilden sich morgens an einem kleinen 7-Eleven Laden, weil das Gerücht umherging, es gäbe Brot. Einheimische kommen dir alle paar Meter entgegen und wollen dir ihre geschnitzten Figuren verkaufen – nicht für Geld, sondern im Tausch gegen dein altes verschwitzes T-Shirt oder deine dreckigen Schuhe. Rießige Hotelanlagen wie “The Kindgom“, das einst Michael Jackson gehörte, sind wie leergefegt – trotz Tourismus. Die Fressmeile im Inneren des Hotelkomplexes hat nur noch wenige Läden geöffnet und wenn man sich eine Pizza bestellen willst, muss man auf 40% seiner Toppings verzichten oder Kompromisse eingehen. Für ein Trinkgeld von einem Dollar wirst du hier zu einem Gott erklärt. Ich habe noch nie jemanden so glücklich über ein kleines Trinkgeld gesehen. Der Import vom Nachbarland Zambia geht nur stückchenweise voran. An der Grenze entstehen unglaublich lange Wartezeiten, nur als Touri darf man schnell mal vor, um die Wasserfälle von der anderen Seite zu sehen. Und jetzt kam Ende März endlich die Wahl und versprach Besserung, die Oppositionspartei Movement for Democratic Change (MDC) hatte eine sehr gute Ausgangsposition und allem Anschein nach auch gewonnen. Allem Anschein nach? Ja, denn nach drei Wochen sind die Wahlergebnisse immernoch nicht veröffentlicht. Mugabe verlange eine erneute Auszählung, da es in einigen Gebieten Probleme bei der Wahl gab – natürlich waren das die MDC-Hochburgen. Da der Verdacht auf möglichen Wahlbetrug schon vor der Wahl (berechtigterweise) laut wurde, waren viele unabhängige Wahlbeobachter im Land. Jüngst bei den Neuauszählungen kam es hier jedoch zu massivem Wahlbetrug, zu Gewalt, Unterdrückung und Folterung Oppositioneller in Foltercamps. Südafrikanische Zeitungen berichten unterdessen, dass Militär, Polizei, der Geheimdienst und sogar Mugabes Leibwache dringend neue Munition und neue Waffen brauchten. Mehrere Lieferungen – Hauptlieferant China – hätten storniert werden müssen, weil die Staatsbank die Rechnungen nicht habe bezahlen können. Und ohne Waffen ist schließlich keine Unterdrückung möglich. Leider jedoch ist die Staatskasse leer und ohne Geld keine Waffen. Im Endeffekt also keine Macht mehr. Doch wer Mugabe kennt, weiß, dass er sich trotz internationalem Druck keine Möglichkeit entgehen lässt, sich an seine Macht zu klammern. Waffen müssen also her, koste es was es wolle. Die “An Yue Jiang” ist ein chinesisches Containerschiff mit genau dieser lang ersehnten Lieferung: 70 Tonnen Waffen und Munition (laut taz: 1.500 Raketen, 2.500 Mörsergranaten, fast 100 Granatwerfer und 3,5 Millionen Schuss Munition) , angeblich im Wert von 40 Millionen EURO. Damit hätte man dem Land auf ganz andere Art und Weise dienen können. Blöd auch, dass Zimbabwe keinen Hafen hat und alle möglichen Anlaufhäfen von Regierungen geführt werden, die verhindern wollen, dass diese Waffen nach Zimbabwe gelangen. So wurde die Entladung im südafrikanischen Durban verweigert und der Transport nach Zimbabwe ohnehin verboten. Abgesehen davon: Die [deutsche] Entwicklungsbank habe dem simbabwischen Staatskonzern “Iron & Steel Company” zur Errichtung eines Stahlwerks 1998 und dann noch einmal als Aufstockung im Jahr 2000 insgesamt Kredite “in zweistelliger Millionenhöhe” bewilligt, für die Simbabwe eine Staatsgarantie übernommen habe. Da Mugabe also noch Schulden in etwa der Höhe der Ladung bei der deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat, hat die Entwicklungsbank eine Pfändung der Ladung erwirkt – bevor diese jedoch in Kraft treten konnte, legte das Schiff hastig wieder von Durban ab, Ziel unbekannt. Aufgetankt werden konnte vorher allerdings nicht mehr. Es darf gespannt sein, wo das Schiff wiederentdeckt wird und welchen Hafen es versucht anzulaufen. Ob Angola erreicht werden kann steht aufgrund des Spritmangels in den Sternen und ob die Ladung bei Mugabe ankommt ist mehr als fraglich, aber aufgrund der internationalen Mobilmachung und der Entladungsweigerung der südafrikanischen Transportarbeitergewerkschaft hoffentlich eher unwahrscheinlich. Nicht nur Südafrikas Mann im internationalen Bund der Transportarbeiter macht Front gegen Mugabe. Auch die 300.000 Mitglieder starke südafrikanische Transportarbeitergewerkschaft Satawu hat ihre Kollegen in der ganzen Welt aufgerufen, das chinesische Schiff zu boykottieren. Diese Nachrichten habe ich zum Anlass genommen, mir nochmal Lord of War anzuschauen. Denn immernoch aktuell: “While private gunrunners continue to thrive, the Worlds biggest arms suppliers are the U.S., U.K., Russia, France and China.” “They are also the five permanent members of the U.N. Security Council.” Quellen (soweit nicht anders angegeben): Mugabe erwartet Schiffsladung voller Waffen aus China vom 18.4. Mugabes Waffen-Frachter auf dem Weg nach Angola vom 20.4. Mugabe wartet auf das Geisterschiff vom 21.4. Deutsche Förderbank jagt Mugabes Waffenschiff vom 21.4. Meine Fotos von Victoria Falls in Zimbabwe Update: Die Ladung wird wohl zurückgerufen, Spiegelartikel vom 22.4.: Die “An Yue Jiang” mit ihrer Ladung aus Waffen und Munition konnte in keinem afrikanischen Hafen entladen werden, weil der internationale Verband der Transportarbeiter (ITF) überall auf dem Kontinent zu einem Boykott des Schiffes aufgerufen hatte. Heute hatte sich die letzte Hoffnung der Reederei zerschlagen: Als letztes Land weigerte sich auch Angola die Ladung zu löschen. Angolas oberster Hafendirektor Filomeno Mendonca hat den letzten möglichen Schlupfwinkel an Afrikas Küste versperrt. “Das Schiff darf keinen angolanischen Hafen anlaufen,” erklärte er in einem Interview mit Radio Luanda. Menschenrechtsgruppen und Gewerkschaften hatten davor gewarnt, die Waffen nach Simbabwe gelangen zu lassen. Dort mehren sich seit den umstrittenen Wahlen vor mehr als drei Wochen Berichte über blutige Übergriffe gegen die Opposition.

Wer ist schuld am Amoklauf von Winnenden?

So tragisch und schlimm das alles ist, was gestern in Winnenden geschah: Die Schuldigen sind schon längst gefunden! Und wie nicht anders zu erwarten, sind es die üblichen Verdächtigen: Die Hersteller von Computer-Gewaltspielen. Sie haben es mal wieder geschafft und 15 unschuldige Menschen auf dem Gewissen.

Was musste ich heute auf Spiegel Online lesen?

Als bestätigt gilt inzwischen die Vorliebe des Amokläufers für Waffen und gewaltlastige Computerspiele. Demnach hat er in den vergangenen Monaten viel Zeit mit Killerspielen verbracht und in seiner Freizeit mit Softair-Waffen geschossen. “Das kann ich bestätigen”, sagte der Polizeisprecher Klaus Hinderer am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. “Wir haben bei ihm unter anderem das Spiel Counter-Strike gefunden.”

Weiter heißt es:

“Dass der 17-Jährige auf der Flucht noch weiter um sich geschossen hat, ist ein Verhalten, das Jugendliche auch in Spielen wie Counter-Strike oder Crysis lernen können“, sagte der Präsident der Deutschen Stiftung für Verbrechensbekämpfung, Hans-Dieter Schwind, der “Neuen Osnabrücker Zeitung” und sprach sich für ein totales Verbot von Computer-Gewaltspielen [...] aus.

So einfach ist das. Ein Amoklauf und die Computerspiele sind schuld, nicht wahr, sehr geehrter Herr Schwind? Dass man diese Spiele aber garnicht verbieten kann, ist Ihnen auch klar? Wer ein solches Spiel will, der bekommt es auch. Das Internet bietet ungeahnte Möglichkeiten. Vielmehr sollte man soziale Kompetenzen und Vertrauenswerte aufbauen, denn kein gesunder Mensch, der sozial integriert und nicht psychisch labil ist, hat einen solchen Knacks weg. Millionen Menschen spielen weltweit gewalttätige Spiele. Aussetzer gibt es nur in Promillefällen und selbst hier ist nicht gesagt, dass die Spiele ein Grund dafür sind.

Ich für meinen Teil würde alle Autorennspiele verbieten. Täglich sterben Menschen auf deutschen Straßen aufgrund von Raserei. Raserei ist ein Verhalten, das Jugendliche auch in Spielen wie Need-for-Speed oder Grand Theft Auto lernen können. Daher spreche ich mich hiermit  für ein totales Verbot von Computer-Rennspielen aus. Schließlich bieten Autos Gefahrenpotentiale, durch welche in Deutschland wesentlich mehr Menschen umkommen als durch Schusswaffen.

McColo offline – Spam Volume drops

After McColo has been taken offline, the Washington Post features nice graphs on how the spam volume dropped due to a massive amount of Command-and-Control servers hosted at McColo Corp.

Mugabe, Zimbabwe, die Wahl, die Waffen und die “An Yue Jiang”

Seit meinem Besuch im August 2007 im westlichen Teil von Zimbabwe geht mir dieses Thema verständlicherweise viel näher als vorher. Nicht allein weil ich live miterleben konnte, wie das Land zu Grunde geht, sondern auch wegen der Anteilnahme, die unsere südafrikanischen Führer der Situation entgegenbrachten und wie sie uns dafür sensibilisierten (links unsere damalige Reiseroute mit Endstation in Zimbabwe). Damals schon wurde hoffnungsvoll auf die kommenden Wahlen geblickt, die nun am 29.3.2008 stattfanden und bei denen allgemein gehofft wurde, dass der 84-jährige Robert Mugabe nach 28-jähriger Amtszeit als Regierungsoberhaupt endlich abgelöst wird. Kein Zweifel besteht daran, dass er in seiner Amtszeit das Land mit diktatorischen und unmenschlichen Aktionen heruntergewirtschaftet hat – im Februar diesen Jahres hatte die Inflationsrate 100.000% überschritten. Die Touristenhochburg Zimbabwes liegt im westlichen Zipfel: Die mächtigen Victoria Falls sind nach wie vor ein beliebtes Reiseziel und sehr beeindruckend, doch auch im Touristädtchen mit dem gleichen Namen macht sich die Armut bemerkbar. An den Tankstellen gibt es keinen Sprit, Softdrinks werden in Kneipen als Spezialität des Tages gelistet (und das ist kein Scherz) und der allgemeine Trend eines jeden zimbabwischen Einwohners ist das Pilgern nach Victoria Falls, um sich dort wenigstens ein kleines Scheibchen vom Tourismus abschneiden zu können. Schlangen über hunderte Meter bilden sich morgens an einem kleinen 7-Eleven Laden, weil das Gerücht umherging, es gäbe Brot. Einheimische kommen dir alle paar Meter entgegen und wollen dir ihre geschnitzten Figuren verkaufen – nicht für Geld, sondern im Tausch gegen dein altes verschwitzes T-Shirt oder deine dreckigen Schuhe. IMG_1434 Rießige Hotelanlagen wie “The Kindgom“, das einst Michael Jackson gehörte, sind wie leergefegt – trotz Tourismus. Die Fressmeile im Inneren des Hotelkomplexes hat nur noch wenige Läden geöffnet und wenn man sich eine Pizza bestellen willst, muss man auf 40% seiner Toppings verzichten oder Kompromisse eingehen. Für ein Trinkgeld von einem Dollar wirst du hier zu einem Gott erklärt. Ich habe noch nie jemanden so glücklich über ein kleines Trinkgeld gesehen. Der Import vom Nachbarland Zambia geht nur stückchenweise voran. An der Grenze entstehen unglaublich lange Wartezeiten, nur als Touri darf man schnell mal vor, um die Wasserfälle von der anderen Seite zu sehen.

Und jetzt kam Ende März endlich die Wahl und versprach Besserung, die Oppositionspartei Movement for Democratic Change (MDC) hatte eine sehr gute Ausgangsposition und allem Anschein nach auch gewonnen. Allem Anschein nach? Ja, denn nach drei Wochen sind die Wahlergebnisse immernoch nicht veröffentlicht. Mugabe verlange eine erneute Auszählung, da es in einigen Gebieten Probleme bei der Wahl gab – natürlich waren das die MDC-Hochburgen. Da der Verdacht auf möglichen Wahlbetrug schon vor der Wahl (berechtigterweise) laut wurde, waren viele unabhängige Wahlbeobachter im Land. Jüngst bei den Neuauszählungen kam es hier jedoch zu massivem Wahlbetrug, zu Gewalt, Unterdrückung und Folterung Oppositioneller in Foltercamps.

Südafrikanische Zeitungen berichten unterdessen, dass Militär, Polizei, der Geheimdienst und sogar Mugabes Leibwache dringend neue Munition und neue Waffen brauchten. Mehrere Lieferungen – Hauptlieferant China – hätten storniert werden müssen, weil die Staatsbank die Rechnungen nicht habe bezahlen können.

Und ohne Waffen ist schließlich keine Unterdrückung möglich. Leider jedoch ist die Staatskasse leer und ohne Geld keine Waffen. Im Endeffekt also keine Macht mehr. Doch wer Mugabe kennt, weiß, dass er sich trotz internationalem Druck keine Möglichkeit entgehen lässt, sich an seine Macht zu klammern. Waffen müssen also her, koste es was es wolle. Die “An Yue Jiang” ist ein chinesisches Containerschiff mit genau dieser lang ersehnten Lieferung: 70 Tonnen Waffen und Munition (laut taz: 1.500 Raketen, 2.500 Mörsergranaten, fast 100 Granatwerfer und 3,5 Millionen Schuss Munition) , angeblich im Wert von 40 Millionen EURO. Damit hätte man dem Land auf ganz andere Art und Weise dienen können. Blöd auch, dass Zimbabwe keinen Hafen hat und alle möglichen Anlaufhäfen von Regierungen geführt werden, die verhindern wollen, dass diese Waffen nach Zimbabwe gelangen. So wurde die Entladung im südafrikanischen Durban verweigert und der Transport nach Zimbabwe ohnehin verboten. Abgesehen davon:

Die [deutsche] Entwicklungsbank habe dem simbabwischen Staatskonzern “Iron & Steel Company” zur Errichtung eines Stahlwerks 1998 und dann noch einmal als Aufstockung im Jahr 2000 insgesamt Kredite “in zweistelliger Millionenhöhe” bewilligt, für die Simbabwe eine Staatsgarantie übernommen habe.

Da Mugabe also noch Schulden in etwa der Höhe der Ladung bei der deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat, hat die Entwicklungsbank eine Pfändung der Ladung erwirkt – bevor diese jedoch in Kraft treten konnte, legte das Schiff hastig wieder von Durban ab, Ziel unbekannt. Aufgetankt werden konnte vorher allerdings nicht mehr. Es darf gespannt sein, wo das Schiff wiederentdeckt wird und welchen Hafen es versucht anzulaufen. Ob Angola erreicht werden kann steht aufgrund des Spritmangels in den Sternen und ob die Ladung bei Mugabe ankommt ist mehr als fraglich, aber aufgrund der internationalen Mobilmachung und der Entladungsweigerung der südafrikanischen Transportarbeitergewerkschaft hoffentlich eher unwahrscheinlich.

Nicht nur Südafrikas Mann im internationalen Bund der Transportarbeiter macht Front gegen Mugabe. Auch die 300.000 Mitglieder starke südafrikanische Transportarbeitergewerkschaft Satawu hat ihre Kollegen in der ganzen Welt aufgerufen, das chinesische Schiff zu boykottieren.

Diese Nachrichten habe ich zum Anlass genommen, mir nochmal Lord of War anzuschauen. Denn immernoch aktuell:

“While private gunrunners continue to thrive, the Worlds biggest arms suppliers are the U.S., U.K., Russia, France and China.”
“They are also the five permanent members of the U.N. Security Council.”

Quellen (soweit nicht anders angegeben):

Meine Fotos von Victoria Falls in Zimbabwe

Update: Die Ladung wird wohl zurückgerufen, Spiegelartikel vom 22.4.:

Die “An Yue Jiang” mit ihrer Ladung aus Waffen und Munition konnte in keinem afrikanischen Hafen entladen werden, weil der internationale Verband der Transportarbeiter (ITF) überall auf dem Kontinent zu einem Boykott des Schiffes aufgerufen hatte. Heute hatte sich die letzte Hoffnung der Reederei zerschlagen: Als letztes Land weigerte sich auch Angola die Ladung zu löschen. Angolas oberster Hafendirektor Filomeno Mendonca hat den letzten möglichen Schlupfwinkel an Afrikas Küste versperrt. “Das Schiff darf keinen angolanischen Hafen anlaufen,” erklärte er in einem Interview mit Radio Luanda. Menschenrechtsgruppen und Gewerkschaften hatten davor gewarnt, die Waffen nach Simbabwe gelangen zu lassen. Dort mehren sich seit den umstrittenen Wahlen vor mehr als drei Wochen Berichte über blutige Übergriffe gegen die Opposition.

Paketsendungsverfolgung UPS vs. DHL

sendung_dhl.jpg Zwei zeitgleiche Bestellungen, eine wird geliefert ueber DHL, die andere ueber UPS. Vergleich des Sendungsstatus, abrufbar ueber die jeweilige Website. Wie man unschwer erkennen kann, is die Sendungsverfolgung von DHL nicht gerade aussagekraeftig. Beide Waren verlieen (laut jeweiligem Hardwarelieferanten) Montag abend um etwa halb 9 das Haus und wurden dem Transportunternehmen uebergeben. Waehrend mein UPS-Paket schon angekommen war, lautete der Status bei DHL nach wie vor lediglich “Elektronische Sendungsdaten liegen vor” (siehe Screenshot links oben). Nicht sehr aussagekraeftig. Wo mein Paket sich nun befindet, ist beim besten Willen nicht erkennbar. Mittlerweile (nach > 24h) steht dort nur “Die Sendung wurde im Einlieferungs-Paketzentrum bearbeitet“. Da ist die UPS Statusseite doch mal viel aussagekraeftiger (Screenshot unten). Und schneller geliefert wurde auch, obwohl die Sendung von Straubing (Naehe Nuernberg) nach Karlsruhe musste, waehrend die DHL-Lieferung aus der Stuttgarter Gegend kommt…

sendung_ups.jpg

Mein neues Leben

Nachdem meine letzte aller Uni-Prüfungen vor einigen Wochen kurzfristig vom 18.9. um 10 Tage nach hinten verlegt wurde, sah ich schon Probleme auf mich zukommen, da mein Flug nach NYC für den 20.9. schon gebucht war. Ein Telefonat lies mich und meinen Kumpel Flo jedoch aufatmen, wir konnten die Prüfung doch heute ablegen, zwar unkonventionell im Porsche Entwicklungszentrum in Weissach bei Stuttgart (Der Dozent der Vorlesung ist Porsche Gesamtfahrzeugsentwicklungsleiter), jedoch war das echt ganz nett. Tatsächlich nimmt Flo jetzt auch den gleichen Flug und wir werden zusammen erstmal noch eine Woche New Yizzle mit unserem Kumpel Fabian genießen, der vor Ort in Manhattan wohnt und seine Diplomarbeit schreibt :) Flo wird es danach weiterziehen nach LA, wo er seine DA beginnen wird, ich für meinen Teil reise weiter nach Cuernavaca, Mexico bzw Mexico City, wo ich voraussichtlich bis Ende Jan 2008 ein Praktikum absolvieren werde…

Heute abend gibts erstmal noch eine dicke Abschiedsfete, veranstaltet von und mit Bjou, Flosen, Bas und Labi – let’s roll…

edit: Flo hat unsere letzten Tage in Deutschland ziemlich ausführlich gebloggt.

Mein erstes HDR

Um ein wirklichkeitsgetreues Abbild einer Szenerie zu bekommen, muss man sich eines Tricks bedienen. Mit einer Belichtungsreihe, bei der vom gleichen Motiv bewusst überbelichtete, normal belichtete als auch unterbelichtete Aufnahmen erstellt werden, können sowohl die Zeichnungen in den Glanzlichtern als auch Details in den Schatten festgehalten werden – auf verschiedenen Einzelaufnahmen. Dank dieser Belichtungsreihe lässt sich nun mit Programmen wie Photoshop CS2 von Adobe oder Photomatix Pro von Hdrsoft ein Foto mit hohem Kontrastumfang – ein HDR-Bild mit extrem feinen Farbnuancen – erzeugen.

http://www.spiegel.de

Das Resultat, am Beispiel des Heizkraftwerkes West, Karlsruhe:

hdrgimp_edit.jpg

Danke an oetzel für das manuelle Gimpen… Macht hier etwas mehr her als mit Photoshop/Photomatix.
Auch nett: http://peter.hasitschka.com/index.php?file=hdr.php

Hello, World!

Mein Jahr ist mittlerweile ziemlich durchgeplant und konkretisiert sich immer mehr. Nach den 4 Wochen Afrika werde ich Mitte September meine letzte (kleine) Prüfung hinter mich bringen und am 20.9. nach New York zu einem Kumpel jetten. Nach einer Woche NY geht es dann weiter nach Mexico City, genauer: nach Cuernavaca, der Stadt des ewigen Frühlings, wo ich mein Uni-Spanisch nochmal intensivieren werde, bevor ich dann Anfang November mein Praktikum in Mexico City antrete. Mitte/Ende Januar 2008 gehts dann wieder nach Deutschland und zur Diplomarbyte. Hossa!
Endlich darf ich wieder nach meinem Motto leben…

antriebsschwache.png

Gratis iPod… Finally!

Es ist fast unglaublich. Nach langen 18 Monaten hab ich soeben mit der Post tatsächlich noch meinen kostenlosen 30GB Video iPod bekommen… Wer hätte daran noch geglaubt? Besser spät als nie!

http://www.bjou.de/blog/2005/12/kostenloser-ipod-im-wert-von-320euro/
http://www.bjou.de/blog/2006/05/gratis-ipod-at-last/

Heidelberger “Student Boat Battle”

Uni Mannheim vs. Uni Heidelberg!

What the fuck? Moderner Ritterkampf -> Boot statt Pferd, Wasser statt Land, Lanze gepolstert
Wo? Neckarwiese Heidelberg
Wann? 6. Mai 2007, ab 15 Uhr
Wer? 8 Teams mit je 3 Mann für jede Uni. Benjo, Flip und Basti wurden aus Milliarden Bewerbungen für Heidelberg auserkoren.
Teamname? Heidelbizzle Battle Shizzle
Wer noch? Mega Fanbase! Also vorbeischauen, dabei ist nämlich nicht immer alles!

boat1boat2

UPDATE: Platz 2 geshizzlet, damit leider knapp die Reise nach Madrid verpasst, aber das DTM Finale is ja auch ganz nett.

Berichte:
rnz.de
schneckenhof.de (Gallerie checken)

Fotos im studivz (man, wozu hab ich eigentlich nen flickr Account…)

Walpurgisnacht auf der Heidelberger Thingstätte

So ziehen jedes Jahr in der Walpurgisnacht zum 1. Mai bis zu 20.000 Menschen auf den Heiligenberg und feiern ein Fest, bei dem es weder kommerzielle Verkaufsstände noch elektrisches Licht gibt. Meist alkoholhaltige Getränke sowie Drogen und Marihuana, werden selbst mitgebracht, genauso wie alternative Musikinstrumente. Das Schauspiel findet weitgehend bei Dunkelheit statt, da im Landschaftsschutzgebiet/Wald keine Feuer erlaubt sind. Polizei und THW dulden üblicherweise jedoch ein größeres Feuer im Bühnenrund sowie Feuerspucker, die ihr Können zur Schau stellen.

wikipedia.de

Und so war es auch wieder dieses Jahr. Nachdem sich die versammelte Mannschaft mit ein paar Überraschungsgästen bei meinem Bro in Heidelberg getroffen hatte, zogen wir, gut bestückt mit Decken und jeder Menge Alk, los, um uns an den doch recht langen (1h) und beschwerlichen Aufstieg auf den Heiligenberg zu machen. Die super Stimmung und tausende von fröhlichen Leuten ließen die Zeit jedoch schnell rumgehen. Der Hintereingang eher schmal und klein – wenn man aber erst mal drin ist – kosmisch. Einfach pompös. Dunkelheit, Mondlicht und massig Fackeln. Beeindruckende Aussicht. Den Rest der Nacht haben wir chillend auf den “Zuschauerrängen” verbracht. Gelohnt hat sichs allemal.