Ein einziger Screenshot aus einem Online Moviequiz regte mich dazu an, mir diesen Film anschauen zu wollen. Heute abend wurde dieses Vorhaben mit voller Bude umgesetzt. Mit am Start waren Flo, Max, Matze, Julia, Labi, mein Bro und seine Freundin Chrissie. “The I Inside” ist ein Mysterythriller in allerbester “Butterfly Effect” Manier mit Ryan Philippe. Insgesamt kommt er nicht ganz an selbigen ran, aber er hinterlässt wesentlich mehr Denkanstöße. Und ganz hinter die Tiefen des Plots kommt man selbst nach langem Nachdenken nicht wirklich. Nach dem Film haben mein Bruder, seine Freundin und ich noch lange geredet und überlegt. Unsere Interpretation des Endes ist folgendermaßen:
[SPOILER] Die Wiederbelebung Simons beginnt um 20:00h. Kurz vor Ende sieht man die Uhr auf 20:02h umspringen und Simon wird für tot erklärt. Man beachte den Zusammenhang zwischen der Uhrzeit und den Jahren, in denen Simon glaub zu sein. Zuerst sollte man wohl feststellen, dass alle drei (Simon, sein Bruder Peter und dessen Verlobte) bei dem Autounfall ums Leben kamen (Peter: “You died Simon, we all did!”). Simon jedoch hat eine unruhige Seele und kommt damit nicht zurecht (Peter: “It’s just too tough for you to face it!”). Er hängt in einer Zwischenwelt, aus der er nicht wirklich rauskommt. Aber er will sich nicht damit abfinden, er will es ändern (Simon: “I need another Chance.”). Alle Personen, die Simon in seinen Träumen erlebt, sind Personen, die ihm auf dem Weg von seiner Rettung bis zum Krankenhaus begegnet sind und die er unterbewusst miterlebt und in seine Träume eingebaut hat. Das Kurioseste dabei ist wohl, dass sein Arzt von 2002, Doctor Newman, zu seinen Lebenszeiten sein Vater war, was auf einem Foto zu erkennen ist, welches in dem Raum steht, in dem Simon am Ende mit Peter redet. Hier kommt er wohl der Realität, dass er, sein Bruder und dessen Verlobte tot sind, am nächsten. Da dies das erste Gespräch seit langem zwischen den beiden ist, war ihm vorher nicht klar, was geschah. Doch auch jetzt will er es nicht begreifen, und damit ist das Ende zu erklären, der letzte Teil, in dem Simon nach seinem Tod wieder im Krankenhaus aufwacht. Dieser Teil hat mich am meisten verwirrt, ich erkläre es mir damit, dass Simon ständig versuchen will, zu ändern, dass er quasi für den Tod von drei Menschen veantwortlich ist. Gedanklich kann er wieder und wieder die Zeitreise unternehmen (Peter: “It’s your choice, Simon.”). Peter fragt Simon, wieviele Chancen er noch braucht. Ich denke damit meint er, um zu begreifen, dass er noch so oft zurückgehen kann, wie er mag, aber dass er die Tatsachen nun mal nicht ändern kann. (Peter: “You need to leave this behind you, Simon.” “Let it go!”). Let it go… Diesen Film kann man jedoch nicht ohne weiteres gehen lassen. Die Interpretation soll ein Denkanstoss sein und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit 
Dazu gibt es ohnehin viel zu viele Lücken in diesem Film, die ungeklärt und einfach offen bleiben, bzw welche man nach Belieben interpretieren kann. Ein Film den man ohne Probleme mehrmals schauen könnte/sollte/müsste.
Meine Wertung: 9 von 10 Sternen